Sonntag, 15. April 2018

Rezension: Kirsty Manning - Der Garten der Düfte

Leider ist der Funke nicht übergesprungen

(Quelle: Knaur-Verlag)

broschiert
Verlag: Knaur TB
Seiten: 480 S.
ISBN: 978-3-426-52153-3
Preis: € 9,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Zwei Frauen in unterschiedlichen Zeiten haben eine gemeinsame Leidenschaft: Das Zaubern von leckeren Speisen und die Begeisterung für die Zutaten. Pip, die im heutigen Tasmanien lebt und versucht, ihr doch nicht immer ganz einfaches Leben in den Griff zu bekommen. Und Artemisia, die im 15. Jahrhundert in Frankreich als Köchin in einem Château gelebt hat. Als Pip in einem alten Topf die Rezepte von Artemisia findet, versucht sie mehr über die Verfasserin herauszufinden. Auf ihrer Reise quer durch Europa erfährt Pip nicht nur etwas über Artemisia, sondern vor allem auch einiges über sich selbst...
 
 
Meine Meinung:
 
Dieses Buch hört sich aufgrund der Kurzbeschreibung nach leichter Sommerlektüre an, die uns zusätzlich noch auf eine kulinarische Reise mitnimmt. Leider musste ich nach dem Lesen der Lektüre feststellen, dass der Inhalt des Buches dieses Bild für mich nicht so wirklich widerspiegelt.
 
Wir lernen zu Beginn des Buches zwei Frauen kennen. Einmal Pip, die im heutigen Tasmanien lebt, und Artemisia, die im 15. Jahrhundert in Frankreich gelebt hat. Beide Frauen führen kein einfaches Leben, wobei Pip die Möglichkeit hat und auch wahrnimmt, aus ihrem Leben auszubrechen, während Artemisia als Angestellte keine Möglichkeit hat, einfach so woanders hinzugehen. Deswegen verharrt sie in ihrer nicht ganz so glücklichen Anstellung.
Man wechselt im Laufe des Buches immer wieder zwischen der einen und der anderen Geschichte. Die Autorin versucht auch die Stories im Verlaufe des Buches immer wieder miteinander zu verweben. Es beginnt alles damit, dass Pip alte Rezepte, die Artemisia zu der damaligen Zeit aufgeschrieben hat, durch Zufall findet. Leider schafft es aber die Autorin nicht dauerhaft den Zusammenhang aufrecht zu erhalten. Pips Geschichte entwickelt sich weiter, ohne dass die Rezepte weiterhin eine Rolle spielen. In der zweiten Hälfte des Buches tauchen sie dann wieder vermehrt auf, so als wäre der Autorin eingefallen, dass man die Geschichten ja irgendwie wieder zusammenführen sollte. Pip reist dann auch zu dem Château, in dem Artemisia gelebt hat, welches auch zufällig entfernter Verwandtschaft von Pip gehört. Hier hätte ich mich mehr darüber gefreut, wenn man nicht so eine leichte Lösung genommen hätte, sondern vielleicht eher die Variante gewählt hätte, dass Pip recherchiert hätte, weil sie einfach unbedingt wissen will, wer hinter den Rezepten steckt. Da fehlt mir im Buch ein wenig die Begeisterung und das Herzblut für das ganze Thema. Zum Ende hin wird es zwar besser, aber ich hätte es mir für das ganze Buch gewünscht.
 
Wie in der Kurzbeschreibung angedeutet, geht es natürlich auch um das Thema Essen und Kochen. Die Hauptcharaktere beschäftigen sich häufig mit Kräutern oder der Zubereitung von Speisen, was von der Autorin auch wirklich ausführlich beschrieben wurde. Nur leider wollte bei mir einfach nicht der Funke überspringen, was meiner Meinung daran lag, dass die Autorin vielleicht zu viel wollte. In dem Buch wird so viel über Kräuter gesprochen, dass man am Besten gleich ein Lexikon neben sich liegen hat, um alles nachzuschlagen. Es wird hier einfach meiner Meinung nach das Thema zu sehr überstrapaziert. Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen. Die Autorin hätte ihr Augenmerk mehr auf das Thema "Zubereitung von Speisen" legen sollen, weil man meiner Meinung nach hier die Leser besser begeistern kann. Hier gibt es Gerüche, Geschmacksrichtungen etc., mit denen der Leser vielleicht mehr angefangen kann, als Beschreibungen zu Kräutern.
 
Gerne hätte ich im Verlauf des Buches mehr Zusammenhänge zwischen den zwei Geschichten gehabt. Am Schluss probiert es die Autorin zwar nochmal mit Hilfe der Rezepte, aber auch das war für mich irgendwie zu wenig.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich leider auch nicht so wirklich darüber hinwegtrösten. Irgendwie hat sie es nicht geschafft, mich als Leser dauerhaft von ihrer Geschichte zu begeistern. Teilweise hat das Buch leider ein paar Längen, was meiner Meinung nach daran liegt, dass sich die Geschichte nicht vorwärts bewegt, besonders was Pips Leben angeht. Hier tritt die Autorin mit ihrem Hauptcharakter zu oft auf der Stelle, weil anscheinend keiner so richtig weiß, wie die Reise weitergeht.
 
 
Mein Fazit:
 
Die Idee war gut, aber leider hat es die Autorin nicht geschafft, die Geschichte so zu Papier zu bringen, dass sie mich begeistern konnte. Schade!
 
Noch vielen Dank an den Knaur-Verlag, der mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat
 
Meine Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

Freitag, 6. April 2018

[Werbung] SuB-Zuwachs # 3/2018



Heute knüpfe ich direkt an meinen letzten Neuzugänge-Post an und zeige euch noch ein paar Neuzugänge aus dem Monat März. Aber keine Angst, auch im April sind schon wieder neue Bücher eingezogen *seufz* Der nächste Neuzugänge-Post ist also schon geplant. 
 
Kommen wir aber nun zu meinen Neuzugängen im März, von denen ich zum Glück schon zwei gelesen habe: 
 
 

(Quelle: Amazon)

Unsere Frau in Pjöngjang von Jean Echenoz
gebunden
Verlag: Hanser Berlin
Seiten: 288
ISBN: 9783446256798
Preis: € 22,00
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2DOv1Pf
 
Dieses Buch hat Denis Scheck im letzten Jahr bei "Lesenswert Quartett" vorgestellt. Mich konnte er auf jeden Fall überzeugen und deswegen habe ich mir dieses Buch auch endlich mal gekauft. Mal schauen, ob es den Erwartungen gerecht wird.
 
 
(Quelle: Amazon)
 
Aus Syrien geflüchtet von Seif Arsalan
Taschenbuch
Verlag: Verlag an der Ruhr
Seiten: 144
ISBN:  9783834638052
Preis: € 6,50
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2GfJSb1
 
Dieses Buch hat mir der Autor netterweise zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Ich finde es sehr informativ und interessant und kann nur jedem empfehlen, sich selbst ein Bild zu machen und dieses Buch zu lesen. Meine Rezension findet ihr hier.
 

 

(Quelle: Amazon)


Die Herzogin der Bloomsbury Street von Helene Hanff
Taschenbuch
Verlag: btb Verlag
Seiten: 192
ISBN: 9783442732128
Erhältlich u.a. bei Amazon (von Drittanbietern): https://amzn.to/2G7WltI

"84, Charing Cross Road" von Helene Hanff ist ja eins meiner absoluten Lieblingsbücher. Umso glücklicher bin ich jetzt natürlich, dass auch der zweite Teil bei mir eingezogen ist. Er liegt schon auf meinem Nachttisch und wartet darauf, gelesen zu werden.



(Quelle: Amazon)

 
Kranichland von Anja Baumheier
gebunden
Verlag: Wunderlich
Seiten: 432
ISBN: 9783805200219
Preis: € 19,95
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2pBpRB8

Mein Lesehighlight im Monat März und wahrscheinlich auch eins meiner Jahreshighlights. Dieses Buch, über das Leben in der damaligen DDR, kann ich euch nur wärmstens empfehlen. Ein absoluter Lesetipp von mir. Mehr erfahrt ihr auch in meiner Rezension.




Jetzt würde mich natürlich interessieren, was ihr zu meinen Neuzugängen sagt. Habt ihr schon eins der Bücher gelesen? Wenn ja, wie ist eure Meinung? Immer her mit euren Kommentaren. Ich freue mich drauf.

Mittwoch, 4. April 2018

Rezension: Simona Ahrnstedt - After Work

Konnte nicht ganz überzeugen


(Quelle: Amazon)
 
E-Book
Verlag: LYX.digital
Seiten: 528
ASIN: B071L8825N
Preis: € 11,99


Zum Inhalt:
 
Was machst du, wenn du einen ziemlich heißen Typen in einer Bar kennenlernst, ihn im angeheiterten Zustand küsst und am nächsten Tag feststellst, dass er dein neuer Boss ist? Lexia muss sich leider genau diese Frage stellen, als sich Adam, ihre Barbekanntschaft, als ihr neuer Chef vorstellt. Da Lexia eine taffe und selbstbewusste Frau ist, versucht sie natürlich ganz professionell weiter ihrem Job nachzugehen. Aber dieser heiße Typ will ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen...
 
 
Meine Meinung:
 
Ich bin schon vor Erscheinen dieses Buches darauf aufmerksam geworden und habe es mir direkt vorgemerkt. Die Story hat sich unterhaltsam und leicht angehört. Was der Verlag bei seiner Kurzbeschreibung aber vergessen hat zu erwähnen, ist, dass dieses Buch auch ein ernstes Thema beinhaltet, nämlich dass Menschen, die nicht der allgemeinen "Norm" entsprechen, z.B. aufgrund ihres Aussehens, in der Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert und teilweise gemobbt werden. Dieses Thema sollte meiner Meinung nach im Vordergrund stehen - noch vor der Liebesgeschichte. Deswegen finde ich es schade, dass der Verlag dieses Thema nicht direkt erwähnt und auch das Cover diesbezüglich nicht entsprechend gestaltet. Die junge Frau hat doch so gar nichts mit der Geschichte zu tun. Sie repräsentiert eigentlich genau das Problem unserer Gesellschaft: Alle müssen jung, gutaussehend und sportlich sein. Wahrscheinlich hatte der Verlag Bedenken, eine Frau mit Kurven auf das Cover zu setzen. Vielleicht verkauft sich ein Buch dann nicht so gut. Aber genau dagegen spricht sich Lexia, der weibliche Hauptcharakter in diesem Buch, ja aus. Man muss aus diesen Gedanken und Vorstellungen ausbrechen, insbesondere was die Werbung angeht, damit nicht falsche Ideale vorgelebt werden. Warum macht es dann der Lyx-Verlag? Meiner Meinung nach hätte sich ein Buch mit einer attraktiven Frau, die nicht Größe "S" trägt, genauso gut verkauft. Vielleicht hätten die Leute sogar eher danach gegriffen, weil es eben nicht der vorgelebten "Norm" entspricht.
 
Kommen wir aber nun zum Inhalt: Lexia lernt eines Abends in einer Bar in Stockholm einen ziemlich attraktiven Typen kennen - Adam. Im nicht mehr ganz nüchternen Zustand küsst Lexia auch noch ihre neue Bekanntschaft. Am nächsten Morgen - und mit einem ziemlichen Kater - kommt Lexia in die Werbeagentur, in der sie arbeitet und muss feststellen, dass ihre gestrige Bekanntschaft Adam ihr neuer Boss ist. Damit beginnt dieses Buch. Freunde dieses Genres wissen natürlich, wo die Reise in diesem Buch hingeht. Es geht um Sehnsüchte, Anziehungskraft, Leidenschaft, Sex etc. Wobei ich sagen muss, dass die Geschichte Drumherum wirklich gut gemacht ist, da auch immer wieder andere Charaktere involviert werden und mal mehr, mal weniger in den Vordergrund treten.
Ein großes Minus für mich waren die viele Beschreibungen, Erklärungen oder auch Gedankengänge, die für mich den Lesefluss zu oft unterbrochen haben. Sehr oft kam dies meiner Meinung nach bei Dialogen vor. Es kam wirklich selten vor, dass Personen sich durchgehend unterhalten haben, ohne das auf irgend etwas anderes hingewiesen wurde. Mich persönlich hat das schon ziemlich gestört, weil es die Geschichte auch nicht voran getrieben, sondern eher gestoppt hat.
Natürlich ist - wie bereits oben erwähnt - das Thema "Aussehen" immer wieder vertreten. Lexia ist eine Frau mit Rundungen und entspricht damit vielleicht nicht der Norm, versucht aber auch gut damit umzugehen. Sie beschäftigt sich sehr mit dem Thema "Body Positivity" und vertritt einfach die Meinung, dass wir uns von niemanden vorschreiben lassen sollen, was schön ist und was nicht. Trotzdem gelingt ihr das auch nicht immer und sie zweifelt sehr oft an sich. Dieses Thema hat die Autorin sehr gut in die Geschichte integriert, ohne zu aufdringlich zu sein oder es zu übertreiben. Und ich persönlich finde es auch gut, dass so etwas auch mal in einem Liebesroman zur Sprache kommt. Warum sollen alle Protagonisten toll aussehen und sportlich sein? Die meisten Menschen fallen doch gar nicht unter die Norm, die die Gesellschaft uns "vorschreibt". Deswegen finde ich es nur lobenswert, dass die Autorin hier mal gegen den Strom schwimmt. Ich hoffe, es kommen noch mehr Autoren, die es ihr gleich tun.
 
Noch vielen Dank an den Lxy-Verlag und an Netgalley.de, dass sie mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein guter Roman mit einem ernsten Thema, das leider nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Die Story ist ansprechend, wobei die Autorin für meinen Geschmack zu viele Beschreibungen und Erklärungen einbaut, die für mich einfach den Lesefluss hemmen.
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)
 
WERBUNG
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Montag, 2. April 2018

Lesestatistik März 2018


Nach einem durchwachsenen Lesemonat Februar kam nun der wirklich gute Lesemonat März. Diesmal bin ich wirklich zufrieden, auch wenn die Neuzugänge im März doch wieder zu viel waren. Aber kommen wir erst mal zu den gelesenen Büchern. Im März habe ich sage und schreibe neun (!) Bücher gelesen!! Keine Ahnung wie ich das geschafft habe. Außerdem habe ich ein weiteres abgebrochen und aussortiert sowie drei weitere Bücher ungelesen aussortiert. Somit sind insgesamt 13 Bücher im März von meinem SuB verschwunden! Was wirklich super wäre, wenn nicht sieben neue Bücher bei mir eingezogen wären. Aber trotzdem kann ich mit dem Endergebnis zufrieden sein, denn mein SuB ist um sechs Bücher auf 281 gesunken. Schon mal nicht schlecht. Und ich bin auch fleißig dabei, meine Neuzugänge ganz schnell zu lesen - über die Hälfte davon ist auch schon wieder von meinem SuB verschwunden :-)
 
Kommen wir aber nun zu meinen gelesenen Büchern im Monat März:
 
 
1.
Kalte Sonne von Sven Koch (352 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Dieses Buch hat mir ganz überraschend der Knaur-Verlag zugesandt und obwohl ich jetzt nicht der absolute Thriller-Fan bin, hat mir dieses Buch ganz gut gefallen - vielleicht gerade weil es nicht einem typischen Thriller entspricht.
 
2.
Shakespeare and Company von Sylvia Beach (248 S.)
Bewertung: 2 von 5 Sterne
Dieses Buch hatte ich mir im Februar gekauft. Da es schon ziemlich lang auf meinem Wunschzettel stand und ich ja ein Fan der 20iger Jahre in Paris bin, habe ich das Buch auch gleich im März vom SuB befreit und gelesen. Leider konnte das Buch mein Erwartungen nicht erfüllen und hat mich doch ein wenig enttäuscht.
 
3.
Time Thief - Keine Zeit für Traummänner von Katie MacAlister (354 S.)
Bewertung: 2 1/2 von 5 Sterne
Ab und zu greife ich ja immer mal wieder zu einem Buch aus dem Genre "Fantasy", was früher mein Lieblings-Genre war. Nur leider merke ich so langsam, dass meine Begeisterung dafür immer wenig wird. Deswegen - und auch aus anderen Gründen - hat mir wohl auch dieses Buch nicht so ganz zugesagt. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.
 
4.
Mr. President - Macht ist sexy von Katy Evans (400 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Rezension folgt
Da ich schon länger mit dem Buch geliebäugelt habe, konnte ich im Februar, als es als "Kindle der Woche" im Angebot war, nicht widerstehen und habe es mir gekauft. Im März wurde es dann auch gleich gelesen. So wirklich überzeugen konnte es mich aber nicht, da meiner Meinung nach die Story keine richtige Handlung hatte und sich somit ein wenig auf der Stelle bewegte. Ich glaube auch nicht, dass ich den zweiten Teil lesen werde. Meine Rezension zu dem E-Book geht im April online.
 
5.
Blutschuld von Tanya Huff (368 S.)
Bewertung: 2 1/2 von 5 Sterne
Der fünfte und letzte Band der Blood-Ties-Reihe. Leider für mich nicht der krönende Abschluss, der mich nochmal richtig mitreißen konnte. Man kann fast sagen, dass die Bücher ab dem zweiten Band immer schlechter wurden. Selbst der letzte Band konnte mich nicht wirklich überzeugen.

6.
Aus Syrien geflüchtet von Seif Arsalan (144 S.)
Bewertung: 4 von 5 Sterne
Dieses Buch hat mir der Autor zum Rezensieren zur Verfügung gestellt und ich finde, jeder von uns, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener, sollte dieses Buch lesen um zu erfahren, was es wirklich heißt, aus seinem Land zu fliehen. Mehr zu dem Buch erfahrt ihr in meiner Rezension.
 
7.
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton (461 S.)
Bewertung: 4 von 5 Sterne
Keine leichte Kost für zwischendurch, aber trotzdem lesenswert. Eine Erzählung über das nicht leichte Leben zweier unterschiedlicher Frauen in unterschiedlichen Zeiten. Vielleicht auch ein wenig düster, aber es zeigt auf, wie das Leben vor und nach dem zweiten Weltkrieg war.
 
8.
Kranichland von Anja Baumheier (432 S.)
Bewertung: 4 1/2 von 5 Sterne
Mein Monatshighlight und ein guter Anwärter für das Jahreshighlight - auch wenn wir erst März haben. Dieses Buch ist mir wirklich zu Herzen gegangen und hat mich so gut wie gar nicht mehr los gelassen. Man vergisst beim Lesen fast, dass es ein Roman ist und keine wahre Begebenheit. Absolut authentisch. 
 
9.
Der Trakt von Arno Strobel (368 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Rezension folgt
Mein letztes Buch im März hat dann wieder ein wenig geschwächelt. Der Anfang war ganz gut und ich war gespannt, wo die Reise hingeht. Aber im Laufe des Buches wurde die Geschichte immer abstruser und die Auflösung war für mich einfach ziemlich unrealistisch. Dieser Psychothriller hat wieder bestätigt, dass dieses Genre wohl nichts für mich ist.  
-------------------------------------------------------------------------
Anzahl Bücher: 9
Gesamtseitenzahl: 3.127
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 101 (Stand: 31.03.2018)


Abgebrochen und aussortiert:

1.
Darkyn - Versuchung des Zwielichts von Lynn Viehl (390 S.)
 
Wie bereits oben erwähnt, können mich Bücher aus dem Bereich Fantasy, insbesondere Vampir-Bücher, nicht mehr "hinter'm Ofen vor locken". Die Geschichte fand ich einfach nur eintönig und langweilig, teilweise auch ein wenig chaotisch erzählt. Nach der Hälfte des Buches habe ich es dann abgebrochen und aussortiert, weil mich die Story und ihre Charakteren nicht wirklich interessiert haben.
 

Samstag, 31. März 2018

Rezension: Anja Baumheier - Kranichland

Ein sehr bewegender Roman


 
gebunden
Verlag: Wunderlich
Seiten: 432
ISBN: 9783805200219
Preis: € 19,95
 
 
Zum Inhalt:
 
In diesem Buch erleben wir zusammen mit der Familie Groen die DDR hautnah - von ihren Anfängen bis zum Mauerfall. Wir erfahren welche Privilegien man als treuer Genosse der Partei hat und was es heißt, gegen das Regime zu sein. Und dass auf nichts und niemand rücksichtig genommen wird, egal ob man damit eine Familie zerstört oder was man den Menschen antut, die vielleicht einfach nur frei seien wollen. Ein bewegender und ehrlicher Roman über das Leben in der DDR.
 
 
Meine Meinung:
 
Dieses Buch zu rezensieren fällt mir wirklich nicht leicht, da es mich sehr aufgewühlt hat und mich auch nach dem Beenden noch immer beschäftigt. Dies ist keine Geschichte die man einfach leicht wegsteckt und nach der man direkt zu einem neuen Buch greift.
 
Ich selbst komme auch aus der ehemaligen DDR und war 5 Jahre alt als die Mauer fiel. Wirklich viel habe ich da natürlich nicht mitbekommen und auch danach nicht, weil ich direkt nach dem Mauerfall mit meiner Mutter in den Westen gezogen bin. Der Großteil meiner Familie wohnt noch im Osten, aber so wirklich nachgefragt, wie das Leben so damals war, habe ich eigentlich nie. Man hört einiges, aber man selbst kann sich das Leben zu der damaligen Zeit gar nicht so richtig vorstellen. Nach dem Lesen dieses Buches sieht das schon ein wenig anders aus. Ich habe mich mit meiner Mutter über dieses Buch unterhalten und sie hat mir bestätigt, dass das Leben in der DDR wirklich so war, was mich sehr betroffen macht. Die Autorin, Anja Baumheier, beschönigt in dem Buch nichts, sondern zeigt auf, wie das Leben zu der damaligen Zeit wirklich war.
Ich finde auch gut, dass sie direkt bei den Anfänge ansetzt, sprich kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs. Man lernt Johannes Groen und seine künftige Ehefrau Elisabeth kennen und erfährt, wie sie das Ende des zweiten Weltkrieges erleben und sich dabei kennengelernt haben. Dann wechseln wir in die heutige Zeit und lernen die Töchter der beiden, nämlich Charlotte und Theresa, kennen. Und so geht es in dem Verlauf des Buches immer weiter. Es ist ein stetiger Wechsel zwischen der Vergangenheit und heute und man erfährt dabei so einiges über die Familie Groen und ihr Leben in der DDR - mit allen Hochs und Tiefs. Johannes gehört zu den treuen Gefolgsleuten und arbeitet für die Regierung. Seine Tochter Charlotte ist ebenfalls eine treue Parteianhängerin, im Gegensatz zu ihrer Schwester Marlene, die sich in der DDR eingesperrt fühlt. Und hier beginnt die Fassade zu bröckeln. Wenn man sich gegen die Führung auflehnt oder sich nur negativ äußert, wird man ganz schnell überwacht und nicht selten endet man als politischer Gefangener im Gefängnis - wegen nichts.
Es ist wirklich unfassbar, wie eine Familie auseinandergerissen und regelrecht zerstört wird, nur weil man kein getreuer Anhänger der Politik ist und wie sich das ganze noch in unsere heutige Zeit auswirken kann. Ich finde das sehr bedrückend, gerade auch, weil es noch Länder gibt, in denen eine solche Regierung immer noch an der Macht ist.
 
Ich muss der Autorin ein ganz großes Lob aussprechen. Sie hat wirklich ein bewegendes Buch geschaffen, dass man nicht aus der Hand legen konnte und das mich zutiefst berührt hat. Man hatte teilweise das Gefühl eher eine wahre Begebenheit als einen Roman zu lesen. Umso mehr war ich überrascht, dass es sich bei "Kranichland" um ihren ersten Roman handelt. Anja Baumheier hat meiner Meinung nach wirklich Talent und ich hoffe, dass ich in Zukunft noch viele Bücher von ihr lesen werde. Ihr Schreibstil ist einfach fesselnd. Außerdem schafft sie es, jede Szene so bildhaft zu beschreiben, dass man sich alles vor seinem inneren Augen vorstellen kann. Ich würde sogar sagen, dass dieses Buch prätestiert dafür ist, verfilmt zu werden.  
 
Noch vielen Dank an den Wunderlich-Verlag, der mir dieses tolle Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Mein Fazit:
 
Eine wirklich gut erzählte Geschichte, die nichts beschönigt und die den Leser berühren kann. Absolut lesenswert. Für mich definitiv schon jetzt ein Jahreshighlight!
 
 
Meine Bewertung:
(4 1/2 von 5 Sterne)

Donnerstag, 29. März 2018

[Werbung] SuB-Zuwachs # 2/2018


Nachdem der Januar so gar keine Buch-Neuzugänge aufweisen konnte, ist es im Februar und ganz besonders im März mal wieder ausgeartet. Aber was kann ich dafür, dass sooo viele tolle Bücher rausgekommen sind? Nichts. Also kann ich auch gar nichts dafür, dass neue Bücher bei mir eingezogen sind ;-) Wenigstens bin ich schon fleißig am Lesen, so dass die Neuzugänge auch hoffentlich bald wieder von meinem SuB verschwinden.

Kommen wir aber nun zu den zwei letzten Büchern, die im Februar noch bei mir eingezogen sind, und zu den zwei ersten im Monat März: 

 
(Quelle: Amazon)
Mr. President - Macht ist sexy von Katy Evans
E-Book
Verlag: LYX.digital
Seiten: 353
ASIN: B071L5YYJW
Preis: € 8,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2DPrLTZ

Dieses E-Book gab es im Februar günstig als "Kindle der Woche". Da mich die Story angesprochen hatte, habe ich mir das E-Book gekauft und direkt im März gelesen. Leider konnte es mich nicht ganz überzeugen. Die Story hat sich schon ein wenig gezogen, weil nicht wirklich etwas passiert ist. Ich glaube auch nicht, dass ich den zweiten Teil lesen werde. Meine Rezension zu dem E-Book geht im April online.



(Quelle: Amazon)

Kalte Sonne von Sven Koch
broschiert
Verlag: Knaur TB
Seiten: 352
ISBN: 9783426521540
Preis: € 14,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2G6FMyB

Dieses Buch habe ich ganz überraschend vom Knaur-Verlag zugeschickt bekommen. Da die Story sich wirklich gut angehört hat, habe ich es auch ziemlich zeitnah gelesen. Und ich kann sagen, dass das Buch wirklich nicht schlecht ist. Vielleicht kein typischer Thriller, aber trotzdem lesenswert. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.

 
(Quelle: Amazon)
Das Geheimnis der Muse von Jessie Burton
broschiert
Verlag: Insel Verlag
Seiten: 461
ISBN: 9783458363293
Preis: € 14,95
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2pDV7zr

Dieses Buch habe ich direkt beim Verlag zum Rezensieren angefordert und ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt. Eine tolle Geschichte, die sich aus zwei Erzählstränge zusammensetzt. Wirklich berührend. Meine Leseempfehlung für den Frühling bzw. für den kommenden Sommer. Gerne könnt ihr auch meine Rezension zu dem Buch lesen.



(Quelle: Amazon)
Der Garten der Düfte von Kirsty Manning
broschiert
Verlag: Knaur TB
Seiten: 480
ISBN: 9783426521533
Preis: € 9,99
Erhältlich u.a. bei Amazon: https://amzn.to/2G5xF5c

Dieses Buch hat mir netterweise auch der Knaur-Verlag zugeschickt, nachdem ich gefragt wurde, ob ich auch dieses Buch rezensieren möchte. Die Story spricht mich total an und jetzt bin ich absolut gespannt, ob es meine Erwartungen erfüllen kann.


Jetzt würde mich natürlich interessieren, was ihr zu meinen Neuzugängen sagt. Habt ihr schon eins der Bücher gelesen? Wenn ja, wie ist eure Meinung? Immer her mit euren Kommentaren. Ich freue mich drauf.

Dienstag, 27. März 2018

Rezension: Jessie Burton - Das Geheimnis der Muse

Einfühlsam und bewegend


(Quelle: Suhrkamp/Insel Verlag)

broschiert
Verlag: Insel Verlag
Seiten: 461
ISBN: 9783458363293
Preis: € 14,95
Zur Verlagsseite: Das Geheimnis der Muse


Zum Inhalt:
 
London, 1967: Ein verschollenes Bild des spanischen Künstlers Isaac Robles tauscht in der Kunstgalerie Skelton, in der auch Odelle Bastien seit Kurzem arbeitet, auf und wirbelt nicht nur Ihr Leben gehörig durcheinander.
Andalusien, 1936: Olive Schloss und ihre Familie ziehen von Wien in die Nähe von Malaga. Hier lernt Olive kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs die Geschwister Theresa und Isaac kennen und das Schicksal nimmt seinen Lauf...
 
 
Meine Meinung:
 
Dieses Buch offenbart nicht direkt seine Geheimnisse. Der Leser muss in die Geschichte eintauchen, sie auf sich wirken lassen und erfährt erst am Schluss alles. Normalerweise sollte das ja bei allen Büchern so von statten gehen, aber bei den meisten weiß man schon ziemlich genau, wo die Reise hingeht. Bei "Das Geheimnis der Muse" war es für mich nicht so.
Zunächst lernen wir Odelle kennen. Eine junge Frau aus der Karibik, die 1967 in London lebt. Mir war gar nicht bewusst, dass zu der damaligen Zeit die Leute in Europa dunkelhäutige Menschen immer noch als nicht gleichwertig angesehen haben. Da war ich schon ein wenig geschockt. Ich habe mir auch zu Beginn etwas schwer getan, mich in diese Zeit hinzuversetzen, aber im Laufe des Buches wurde es besser. Odelle ist verschlossen, schüchtern und vertraut nicht jedem, was ich auf ihre Erfahrungen mit ihrer Hauptfarbe zurückführe. Man merkt beim Lesen wie Odelle versucht im Laufe des Buches immer mehr aus sich herauszukommen, was mal besser und mal schlechter klappt, aber sie arbeitet an sich.
Dann machen wir einen Sprung zurück in das Jahr 1936 und lernen Olive kennen, die gerade mit ihren Eltern in die Nähe von Malaga gezogen ist. Es ist kurz vor Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges und man spürt schon die Unruhen im Land. Olive ist vielleicht ein wenig offener als Odelle, aber auch immer noch zurückhalten. Genau wie Odelle entwickelt sich Olive im Laufe der Geschichte weiter und blüht auf.
Und was haben die beiden jetzt miteinander zu tun? Hier will ich nicht zu viel verraten, nur so viel: Es geht um ein 1967 in London wieder entdecktes Gemälde eines spanischen Künstlers. Hier sieht man schon ein wenig, wie die Geschichten vielleicht verwoben sind. Aber bis man im Buch dort hin kommt, erfährt man erst einmal einiges über die Charaktere, um die es meiner Meinung nach auch hauptsächlich geht. Die Autorin hat es mit der Story um das Gemälde wirklich geschafft, dass man am Schluss nicht mehr zwei Erzählstränge, sondern nur noch einen hat. Jessie Burton wartet auch wirklich bis zum Schluss mit der Auflösung, was ich wirklich gut finde. Klar, man selbst als Leser stellt immer wieder Vermutungen an, aber ich selbst bin nicht darauf gekommen und war daher umso mehr überrascht.
 
Diese Buch überzeugt durch seine leisen Töne, aber auch durch den wirklich guten Erzählstil der Autorin. Besonders die Abschnitte, die in Spanien spielen, haben es mir angetan. Hier konnte ich richtig in der Story versinken und habe alles vor meinem inneren Auge miterlebt. Zum Ende hin haben mich aber auch die Abschnitte in London packen können, so dass mich die Story im Ganzen gefesselt hat. Das ist aber bestimmt nur Geschmackssache und kann bei einem anderen Leser schon wieder total anders sein.
Und auch wenn es sehr gefühlvoll und - wie oben bereits erwähnt - mit leisen Tönen daherkommt, kann es den Leser auch fesseln. Gerade weil man nicht weiß, wo die Reise hingeht und was die Autorin mit einem vorhanden, kann man das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man einfach wissen will, wie es weitergeht.
 
Ich finde auf jeden Fall, dass der Autorin mit diesem Werk ein tolles Buch gelungen ist, dass mit Tiefgang, viel Gefühl und zwei überzeugenden Hauptcharakteren aufwarten kann. Eine Leseempfehlung für den Frühling bzw. für den kommenden Sommer.
 
Ein großes "Dankeschön" an den Insel Verlag, der mir dieses tolle Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Mein Fazit:
 
Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung. Es berührt und es fesselt und das mit leisen und gefühlvollen Tönen.
 
Meine Bewertung:
(4 von 5 Sterne)

WERBUNG
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

http://www.suhrkamp.de/buecher/das_geheimnis_der_muse-jessie_burton_36329.html