Donnerstag, 23. Juni 2016

Rezension: Ben Aaronovitch - Die Flüsse von London

Für mich zu langatmig

(Quelle: Amazon)

Taschenbuch
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seiten: 480
ISBN: 978-3423213417
Preis: € 9,95
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/28LAv05

Zum Inhalt:
 
Was macht man, wenn man plötzlich einem Geist gegenüber steht? Hysterisch werden oder cool bleiben und ein wenig Small Talk führen? Peter entscheidet sich für letzteres. Und auch wenn er es noch nicht weiß - es wird nicht seine letzte Begegnung mit dem Übernatürlichen bleiben. Dank seiner "Gabe" wird der junge Police Constable Peter Crant in einem ihm unbekannte Abteilung der Londoner Polizei verfrachten. Sein neuer Chef, Nightingale, bringt ihm so einiges über die Magie und das Übernatürliche bei. Doch viel Zeit um sich alles anzueignen und zu lernen bleibt Peter nicht, denn mysteriöse Morde passieren in London...

Meine Meinung:

Ich weiß, dass viele von euch dieses Buch bzw. diese Reihe ziemlich toll finden, daher tue ich mir ein wenig schwer mit meiner Rezension. Bei mir ist es nämlich so, dass mir das Buch so gar nicht zugesagt hat. Aber fangen wir ganz von vorne an.
 
Der Anfang des Buches lies mich wirklich hoffen, dass das Buch etwas für mich sein könnte. Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen und die ersten paar Seiten haben sich wirklich schnell weg lesen lassen. Die ersten zwei Kapitel (von 13) haben mir auch noch richtig gut gefallen. Was vielleicht auch daran lag, dass man zunächst erst einmal die Charaktere kennengelernt hat, allen voran Peter, der sich plötzlich mit dem Übernatürlichen auseinandersetzen muss. Über Nightingale erfährt man im ganzen Buch eigentlich nicht wirklich viel, so dass der Charakter im Verborgenen geblieben ist. Was für das Buch aber nicht schlecht war, denn so blieb immer Platz für wilde Spekulationen meinerseits :-)
Aber bereits in den zwei darauf folgenden Kapitel bin ich nicht mehr so richtig voran gekommen, so dass ich auch eine Zeitlang mit dem Buch pausiert habe. Wenn man in dem Buch noch relativ am Anfang ist, geht das auch. Aber umso mehr man schon gelesen hat, um so weniger darf man lange Pause einbauen. Denn es kommen doch eine Vielzahl von Charakteren und Schauplätze in dem Buch vor, so dass man schnell mal den Überblick verliert - so ist es mir leider passiert. Und wenn man dann kein wirklicher Fan des Buches ist, hat man noch weniger Lust weiterzulesen. Für dieses Buch habe ich sage und schreibe zwei Monate gebraucht und zum Ende hin war es mehr eine Qual, als eine Freude. Ich wollte es aber unbedingt fertig lesen, in der Hoffnung, dass das Ende es irgendwie rausreißen kann - aber Pustekuchen. Die Morde wurden aufgeklärt, aber bei der restlichen Geschichte gab es eigentlich ein offenes Ende. Was jetzt nicht wirklich dramatisch war. Es soll wohl den Leser animieren, die Reihe fortzusetzen.
 
Die Entwicklung der Erzählstränge hat mich auch ein wenig gestört. Zunächst waren die Morde zusammen mit Peters plötzlicher Entdeckung des Übersinnlichen die Hauptgeschichte. Diese wurde aber im Laufes des Buches von einer ganz anderen Handlung regelrecht verdrängt, so dass am Schluss die Aufklärung der Morde fast zur Nebensache geworden ist. Der Autor hat versucht, beide Geschichten am Schluss miteinander zu verbinden, aber meiner Meinung nach hat er das nicht geschafft. Für mich war gerade diese Schlussszene ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
 
Da trotz meiner Kritik der eine oder andere kleine Plus-Punkt vorhanden war, gebe ich dem Buch zwei gut gemeinte Sterne.
 
Mein Fazit:

Guter Schreibstil, aber die Story zog sich einfach wie Kaugummi. Für mich ist die Reihe beendet!
 
Meine Bewertung:
(2 von 5 Sterne)

1 Kommentar:

  1. Hey =)

    Hach das ist aber schade. Zumindest der Auftakt konnte mich damals noch richtig begeistern! Insgesamt kann ich deine Kritik aber nachvollziehen. Mich hat dann so ab Band 4 oder 5 die Lust verlassen, weil der Autor für mich einfach zu selten auf den Punkt kommt. Ich fand das sehr anstrengend. Aber bis dahin keine schlechte Reihe. Weiterlesen werde ich aber wohl nicht.

    LG
    Anja

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