Sonntag, 6. Oktober 2013

Rezension: Posie Graeme-Evans - Der Eid der Heilerin

Richtig überzeugend


(Quelle: Amazon)
Taschenbuch
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 512
ISBN: 978-3442463169
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Zum Inhalt:
 
England, Mitte des 15. Jahrhunderts: Anne, die aus einem kleinen englischen Dorf stammt und von ihrer Ziehmutter Deborah aufgezogen wurde, reist in jungen Jahren nach London um dort eine Anstellung im Haushalt von Matthew Cuttifer anzutreten. Bald schon merkt Anne, dass das Leben der Reichen und Angesehenen bei weitem nicht so schön ist, wie wohl von vielen vermutet. Hass und Zwietracht herrscht überall. Anne versucht sich von alledem nicht einschüchtern zu lassen und dank ihr und ihren Heilkünsten geht es ihre fast schon totgeglaubten Herrin bald wieder besser. Dieses Heilkünste sprechen sich bis zum königlichen Hofe herum und niemand anderes als die Königin selbst lässt Anne zu sich rufen...
 
Meine Meinung:
 
Der eine oder andere von euch wird es wohl schon wissen: Ich bin kein Fan von historischen Romanen. Ich habe schon einige gelesen und wurde bisher mit diesem Genre einfach nicht warm. Daher hat dieses Buch wirklich schon ewig auf meinem SuB gelegen. Aufgrund einer Aktion bei Lovelybooks, bei der wir in einem Jahr eine bestimmte Anzahl von SuB-Leichen lesen wollen, habe ich mir dieses Buch dann doch irgendwann geschnappt und angefangen zu lesen. Wenn ich ehrlich bin mit nicht viel Begeisterung. Das Endergebnis will ich kurz vorweg nehmen: Ich habe mich am Ende des Buches wirklich geärgert, dass ich es so lange auf meinem SuB hab liegen lassen.
 
Da ich nicht so viel Ahnung von historischen Romanen habe, kann ich das Buch auch nur mit den Büchern vergleichen, die ich bisher aus dem Genre gelesen haben. Was bei diesem Buch einfach besser war, war z.B. dass man als Leser nicht andauernd irgendwie daran erinnert wurde, dass das Buch im 15. Jahrhundert spielt. Klar war es mir beim Lesen bewusst, aber es wurde nicht immer und immer wieder darauf hingewiesen, in dem man z.B. Dinge beschriebt, die zu der damaligen Zeit üblichen waren oder nicht. Es war einfach so, fertig. Man hat als Leser nicht alles erklärt bekommen, was für mich aber sehr angenehm war. Bei diesem Roman haben die Personen im Vordergrund gestanden und nicht zwingend das Historische. Auch hat mir gut gefallen, dass die Charaktere sich zwar schon entsprechend der damaligen Gepflogenheiten unterhalten haben, aber es war bei weitem nicht so anstrengend zu lesen wie in anderen Romanen. Man hat sich schnell an die Art des Dialoges gewöhnt, so dass man gar nicht mehr darüber gestolpert ist. Dadurch konnte ich als Leser einfach viel besser in die Geschichte eintauschen. Und sie war wirklich fesseln und interessant.
 
Was vielleicht ein wenig irreführend ist, ist der Titel des Buches. Der Hauptcharakter Anne lernt zwar in jungen Jahren einiges an Heilkunst, jedoch ist dieses Thema im Buch eher zweitrangig. Hauptsächlich geht es im Lauf der Geschichte um Anne, wie sie erwachsen wird und was für eine Rolle ihre Vergangenheit spielt. Währenddessen lernt der Leser die Welt der Reichen und Mächtigen im England des 15. Jahrhunderts kennen - bis hin zu König Edward IV und Königin Elisabeth. Das in dieser Welt nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, ist wohl klar. Am Hof des englischen Königs herrscht Zwietracht, Eifersucht, Hass und Verrat. Und Anne, die aus einem kleinen Dorf stammt, muss versuchen in dieser Welt klar zu kommen.
 
Trotz der des Themas, was ja nicht so meins war, habe ich dieses Buch wirklich relativ schnell gelesen, was wohl auch an dem guten Schreibstil der Autorin lag. Es war jetzt nicht so, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, aber es hat mich immer wieder gefreut, zu diesem Buch zu greifen und weiterzulesen.
 
Mein Fazit:
 
Ein wirklich toller Auftakt einer historischen Trilogie. Ich kann das Buch nur empfehlen.
 
 
Meine Bewertung:
4 von 5 Sterne

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