Mittwoch, 27. Februar 2013

Rezension: Sobo - Der Nussknacker - Reise durch ein Jahrhundert

Idee gut, Umsetzung naja


(Quelle: Bastei Lübbe (Baumhaus))

gebunden
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Seiten: 800
ISBN: 978-3833900471
Preis: 16,99 €
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/Rch6I6


Zum Inhalt:
Das Leben eines Nussknackers oder die Reise durch ein Jahrhundert: Wie man es auch sehen will, es ist alles dabei. Der Nussknacker erblickt im Jahr 1900 das Licht der Welt und wird im Laufe seines Lebens durch viele Hände gereicht. Er bekommt viele neue Besitzer und reist so über den gesamten Globus: sei es Deutschland, die DDR, Amerika oder Vietnam – es gibt nichts, was der Nussknacker nicht gesehen hat. Zu allen wichtigen Ereignisse des vergangenen Jahrhunderts kann der Nussknacker etwas erzählen; sei es nur von Hören-Sagen oder weil er selbst das Ereignis miterlebt hat. Und so kommt es, dass ein kleiner Nussknacker einiges zu berichten hat…

Meine Meinung:
Bei diesen Buch bin ich davon ausgegangen, dass es sich eher um ein Kinder- und Jugendbuch handelt, da die Aufmachung und der Buchrückentext das irgendwie vermuten lies. Zu Beginn des Buches wurde ich in meiner Meinung bestätigt, da der Anfang doch recht einfach geschrieben war. Aber gerade deswegen wurde mir der Einstieg in das Buch ein wenig erschwert, denn für mich war der Text irgendwie nicht richtig fließend; er hat eher ein wenig „geruckelt“. Daher hat es auch ein paar Seiten gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war.
Was mich dann jedoch von der Meinung ein wenig abgebracht hat, dass es ein Kinder- und Jugendbuch ist, waren die Szenen die in der Zeit des ersten und zweiten Weltkriegs geschildert wurden. Da wurden meiner Meinung nach Dinge beschrieben, die ich ein Kind nicht wirklich lesen lassen will. Für uns Erwachsene ist es kein Problem, mit solchen Dingen umzugehen, aber ein 11- oder 12-Jähriger? Meiner Meinung nach eher nicht. Und hier liegt auch meiner Meinung nach der große Fehler an diesem Buch: Es ist nicht eindeutig, ob es sich um ein Kinder- und Jugendbuch oder doch eher um ein Buch für Erwachsene handelt. Der Schreibstil des Autors ist einfach, so dass auch Kinder und Jugendliche gut mit dem Buch klar kommen. Für uns Erwachsene ist er an machen stellen schon zu „einfach“. Dann kommen aber Szenen und Themen in diesem Buch vor, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie wirklich etwas für Kinder und Jugendliche sind. Nicht nur, dass sie schwer verdaulich sind, auch finde ich, dass viele Themen die Jugend von heute gar nicht oder kaum interessieren. Für uns, die vielleicht das eine oder andere mit erlebt haben, sind diese „Erinnerungen“ etwas ganz anderes, als für die Jugend von heute. Viele Ereignisse werden in dem Buch nicht erwähnt, die wohl erwähnenswert wären. Andere werden über zig Seiten ausgeschmückt, wo selbst ich als Erwachsener langsam das Interesse verliere. Wie ist das dann für einen Jugendlichen, der z.B. mit dem Thema „DDR“ nichts anfangen kann? Für ihn ist es vielleicht erst recht uninteressant.

Also alles in allem, muss man sagen, dass die Idee, die hinter dem Buch steckt, nicht verkehrt ist. Jedoch hätte sich der Autor meiner Meinung nach entscheiden müssen, was er will: Ein Buch für Erwachsene oder für Kinder bzw. Jugendliche. Und wenn es für die jüngere Generation sein sollte, hätte ein wenig mehr Würze und bei manchen Themen die eine oder andere Seite weniger echt nicht geschadet. 

Fazit: 
Die Idee ist wirklich gut, aber die Umsetzung lässt ein wenig zu wünschen übrig.

Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)
 

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