Donnerstag, 20. Dezember 2012

Rezension: Julia Karnick - Ich glaube, der Fliesenleger ist tot

Könnte witziger sein

(Quelle: Blanvalet Verlag)
gebunden
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 352
ISBN: 978-3764504298
Preis: 19,99 €
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/TlwSRG

Zum Inhalt:
Viele von uns spielen bestimmt mindestens einmal in ihrem Leben mit dem Gedanken, sich ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Warum immer Miete an den Vermieter bezahlen, wenn man doch in was Eigenes investieren kann?? Diese Frage hat sich für Julia Karnick jedoch nie gestellt. Sie war mit dem Umstand, in Miete zu wohnen, eigentlich ganz zufrieden. Und hätte ihr Ehemann nicht die schicksalhafte Frage gestellt ("Miete oder Eigentum?"), wäre es auch so geblieben. Doch mit dieser einen Frage, hat sich das Leben von Julia Karnick grundlegend geändert. Denn zunächst wollen die Eheleute Karnick ein günstiges, sanierungsbedürftigen Hauses kaufen und dies entsprechend modernisieren. Aber warum so viel Geld in ein altes Haus stecken, wenn ein Neubau genauso teuer ist? So zumindest die Argumentation der hoch motivierten Architektin. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Und schon steckt Julia Karnick in dem absoluten Bauchaos zwischen schnöden Beamten, einem unfähigen Bauleiter und ihrem (hoffentlich bald fertigen) Neubau...

Meine Meinung:
Als ich das Buch das erste Mal in der Buchhandlung gesehen habe, hat es mich direkt angesprochen. Das Cover mit dem riesigen Buchtitel fällt einem ja schon auf. Und natürlich hat mich der Umschlagtext auch neugierig auf dieses Buch gemacht. Und da ich mal wieder Lust auf ein lustiges und unterhaltsames Buch hatte, musste es natürlich mit. Wirklich lange lag es dann auch nicht auf meinem SUB. 

Der Beginn des Buches war auch sehr vielversprechend. Der Schreibstil der Autorin war okay und man kam recht gut in die Geschichte rein. Es gab auch ein paar Stellen an denen ich schmunzeln musste (z.B. der Bericht über den Notartermin). Auch gab es in der ersten Hälfte viel Wissenswertes, was man beim Bau eines Hauses alles beachten sollte bzw. was alles erforderlich ist. Da merkt man doch ziemlich schnell, dass ein Hausbau nicht so ohne ist. 

Jedoch kam irgendwann in der Mitte des Buches der Punkt, ab dem sich die Geschichte langsam anfing zu ziehen. Denn das Problem bei einem solchen Buch ist natürlich, dass keinerlei Spannung vertreten ist. Denn soviel spannungsgeladene Dinge (außer das Stromkabel) findet man auf einer Baustelle nun wirklich nicht. Am Anfang des Buches konnte die Autorin einiges mit witzigen Stellen wett machen, aber auch die ließen in der zweiten Hälfte des Buches deutlich nach. Im Endeffekt hatte man dann nur noch einen Tatsachenbericht, der jetzt nicht wirklich unterhaltsam war. Was wirklich schade ist, da die Autorin gut gestartet ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass Julia Karnick normalerweise Berichte bzw. Kolumnen für Zeitungen schreibt und es dadurch einfach nicht gewohnt ist, auf mehreren hundert Seiten das Niveau so hoch zu halten wie am Anfang. Das ist natürlich nur eine Vermutung von mir - könnte aber einiges erklären.

Eines hat mich dieses Buch jedoch gelehrt: Für sowas wie einen Hausbau bin ich definitiv nicht gemacht! Das würde ich nervlich wohl nie aushalten.

Mein Fazit: 
Die Idee finde ich gar nicht verkehrt, jedoch hätte ich mir von der Autorin ein bisschen mehr Ausdauer beim Schreiben gewünscht - beim Hausbau hatte sie die ja auch.

Bewertung:
(3 von 5 Sterne)

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