Dienstag, 13. November 2012

Rezension: Eva Völler - Beiss mich

Ein recht unterhaltsamer Frauenroman

(Quelle: Bastei Lübbe)
Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 397
ISBN: 978-3404164899
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Zum Inhalt: 
Lucia hat es nicht leicht. Da hat sie schon einen steinreichen Ex-Mann, was ihr jedoch nicht viel nützt, da er seinen monatlichen Unterhalt nicht bezahlt. Deshalb ist Lucia schon seit mehrere Monate gezwungen, bei ihrer besten Freundin Solveig zu wohnen, was zwar auch nicht schlecht ist, aber auch keine Lösung für das Geldproblem ist. Und als wäre das nicht genug, trifft Lucia einen attraktiven, wenn auch etwas blassen, Mann, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. Überraschenderweise trifft sie ihn auf einer Silvesterparty wieder. Jedoch hat auch ihre beste Freundin Solveig ein Auge auf den Herrn geworfen. Doch Lucia ist der Typ nicht ganz geheuer. Warum ist er nur so blass? Und hat Lucia ihn nicht beobachtet, als er im Krankenhaus Blutkonserven gestohlen hat? Lucia will nur noch eins: Solveig vor diesem Möchtegern-Vampir retten. Doch die will garnicht geholfen bekommen. Und nach einer turbulenten Silvesternacht muss Lucia feststellen, dass sie nicht mehr die alte ist. Kein Wunder, denn irgendwie hat es der Typ geschafft, sie in einen Vampir zu verwandeln! Diese Veränderung kann sie natürlich nicht lange für sich behalten und das Chaos nimmt seinen Lauf...
Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich meiner Meinung nach eher um einen Frauenroman - also Chick-Lit - mit Fantasy-Elementen. Als reinen Fantasy-Roman würde ich dieses Buch nicht betiteln. Dafür ist einfach zu wenig Fantasy in der Geschichte enthalten. Teilweise hat es auch ein paar kriminalistische Züge, jedoch nur ganz am Rand. Also ist dieses Buch auch etwas für Leser, die nicht so gerne Krimis lesen - wie ich :-) Ich muss sogar sagen, dass mich dieser Teil in dem Buch am meisten überrascht hat - somit war es meiner Meinung nach sogar der beste Part in der Story, weil da am meisten Spannung aufkam. Da dieser jedoch erst am Ende des Buches wirklich in den Vordergrund rückt, hat es leider nicht gereicht um mich wirklich ganz von dem Buch zu überzeugen.  
Die ersten 150 Seiten war ich noch recht angetan von dem Buch. Dann hat die Geschichte leider angefangen, sich etwas zu ziehen. In dem Mittelteil hat wirklich Pep gefehlt. Anders kann man es nicht sagen. Wie gesagt, der Schluss war dann wieder super. Auch gab es bei der Geschichte so ein paar Dinge, die ich als etwas unrealistisch und unglaubwürdig empfunden habe. Ich kann jetzt leider nicht genau sagen, was ich meine, da ich ansonsten zu viel verraten würde, aber ich sag mal so: Das Verhalten zwischen Männer und Frauen in einem Roman darf man nie mit der Realität vergleichen - die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Das in Frauenromanen meistens alles etwas beschönigt wird, ist soweit auch klar. Da kann ich in der Regel auch nicht wirklich was dagegen sagen. Aber bei diesem Roman war es mir teilweise dann doch zu realitätsfremd - was jetzt nichts mit der Fantasy in dem Buch zu tun hat. Aber es kamen doch einige Szenen drin vor, die ich einfach nicht stimmig fand und wo mir irgendwie ein wenig der Übergang gefehlt hat, warum die Charaktere jetzt dies fühlen oder tun. Manchmal kam ich mir vor, wie vor vollendete Tatsachen gestellt. So nach dem Motto: Das ist jetzt so und du muss es hinnehmen. Das war jetzt nicht nur bei dem Mann-Frau-Thema, sondern auch in anderen Fällen.

Der Schreibstil an sich hat mir ganz gut gefallen. Das Buch lies sich flüssig lesen und es waren auch die einen oder anderen witzigen Stellen dabei. Die Idee an sich war zwar auch nicht schlecht, aber wenn ich ehrlich bin, war es nicht wirklich was Neues. Wenn man - wie ich - sehr viel Chick-Lit und Fantasy liest, kennt man natürlich schon so einiges. Das ist wohl auch ein Grund, warum das Buch mich jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Man kennt die Geschichte irgendwie schon. Wie gesagt, der Schluss konnte mich zwar überraschen, aber das hat leider nicht gereicht, um mich komplett von dem Buch zu überzeugen. Ich werde es aber weiterhin in meinem Bücherregal stehen lassen, da ich ja im Großen und Ganzen nicht abgeneigt bin und wer weiß? Vielleicht lese ich es irgendwann noch einmal...

Mein Fazit
Die Idee ist jetzt nicht neu, aber das Buch war trotzdem im Großen und Ganzen recht unterhaltsam.

Meine Bewertung: 
 
(3 1/2 von 5 Sterne) 

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