Samstag, 17. November 2012

Rezension: Ángela Becerra - Länger als ein Leben

Eine traurige Liebesgeschichte


(Quelle: Blanvalet Verlag)

Taschenbuch
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 544 
ISBN: 978-3442365913
Preis: 8,95 €
Erhältlich u.a. bei Amazon: http://amzn.to/STQRGR

Zum Inhalt: 
Joan liebt Soledad. Soledad liebt Joan. Und das schon seit fast 60 Jahren. Wer jetzt jedoch denkt, dass es sich hier um eine ganz normale Liebesgeschichte handelt, der irrt sich. Denn Joan und Soledad, die sich im Jahre 1939 als Jugendliche kennengelernt haben, musste  fast 60 Jahre um ihre Liebe kämpfen. Doch mit fast 80 Jahren wurde ihre Hartnäckigkeit belohnt - sie konnten endlich heiraten. Mehr wollten sie niemals... Und als Joan und Soledad freiwillig den Tod wählen, sind ihre Kinder total geschockt. Denn sowohl Soledads Tochter Aurora noch Joans Sohn Andreu wussten von der Liaison geschweige denn von der Hochzeit. Und auf der Suche nach der Vergangenheit und der Geschichte ihrer Eltern, begeben sich Aurora und Andreu auch in die Vergangenheit ihres jeweils eigenen Lebens...

Meine Meinung:
Die Geschichte besteht aus zwei verschiedenen Erzählsträngen. Einmal wird die Geschichte von Joan und Soledad erzählt, die im Jahr 1939 beginnt und in der Gegenwart aufgrund ihres Todes endet. In dem zweiten Erzählstrang geht es hauptsächlich um die Tochter von Soledad, Aurora, und um den Sohn von Joan, Andreu, und spielt in der Gegenwart.
Ich muss sagen, dass mich die Erzählungen rund um Joan und Soledad doch sehr berührt hat und mir daher auch besser gefallen hat. Die Beiden haben wirklich um ihre Liebe gekämpft trotz unterschiedlicher Gesellschaftsschichten - Soledad war eine Tochter aus guten Haus und Joan war Kellner. Zu der damaligen Zeit hatte eine solche Liebe keine Chance. Und als wäre das nicht genug, hat es das Schicksal nicht gut mit den Beiden gemeint. Bei so manchen Szenen habe ich den Schmerz der Charaktere richtig gespürt. Da war ich absolut in der Geschichte drin.

Der Schreibstil ist nicht schlecht, jedoch muss man bei diesem Buch bedenken, dass es nicht einfach "weggelesen" werden kann, da es meiner Meinung nach doch recht anspruchsvoll ist und es doch einige Stellen in dem Buch gibt, bei denen man als Leser nicht einfach nur drüberlesen sollte, sondern vielleicht eher mal kurz inne halten und über das Gelesene nachdenken sollte.
Zu Beginn des Buches hatte ich wieder enorme Bedenken, da so viele Namen und Charaktere aufgetaucht sind, und dann noch mit spanischen Namen (die ich eh so schlecht auseinander halten kann). Aber im Laufe des Buches hat man dann gemerkt, dass es doch nicht so viele sind, so dass ich keinerlei Probleme damit hatte, die Personen auseinander zu halten.

Bei der Geschichte gibt es zwar auch einige Dinge bzw. Geschehnisse, die man als Leser nicht wirklich nachvollziehen kann oder auch etwas übertrieben findet, aber im Großen und Ganzen war es noch im Rahmen.

Mein Fazit: Eine traurige und herzzerreißende Liebesgeschichte, die einem das Gefühl vermittelt, dass es die große Liebe doch noch gibt.

Bewertung:

(3 1/2 von 5 Sterne)

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