Sonntag, 5. August 2012

Rezension: Kerstin Pflieger - Die Alchemie der Unsterblichkeit

 Ein sehr düsteres Buch



Taschenbuch
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 352
ISBN: 978-3442474837
Preis: 12,00 €
Erhältlich u.a. bei Amazon:  http://amzn.to/OBekr4

Zum Inhalt: Die Geschichte beginnt in Karlsruhe im Jahr 1771. In der Stadt herrscht eine schreckliche Hungersnot. In all dem Elend trifft der Leser auf Icherios, einen doch sehr tollpatschigen, ängstlichen und zeitweise auch sehr dickköpfigen Gelehrten, der sich sehr für die Alchemie interessiert. Icherios wird von einem Geheimbund beauftragt, eine Mordserie im Schwarzwald, genauer gesagt im „Dunklen Territorium“ aufzuklären. Warum gerade er für diesen Auftrag ausgewählt wurde, ist im zunächst schleierhaft. Auch als er in Dornfelde, seinem Zielort, ankommt, scheint im so einiges sehr suspekt. Und schnell muss Icherios lernen, dass es doch noch einige mehr im wahren Leben gibt, als das was er aus seinen wissenschaftlichen Büchern gelernt hat, was seine bisherige Weltanschauung doch sehr ins Schwanken bringt. Doch Icherios hat kaum Zeit sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen, denn der Mörder hat wieder zugeschlagen… 

Meine Meinung: Dieses Buch ist wirklich extrem düster. Ich gebe zu, als ich das Cover gesehen habe, dachte ich erst es wäre eine Art Jugendbuch, weil es für mich doch ein wenig verspielte Elemente hatte. Aber weit gefehlt. In diesem Buch sind teilweise Szenen enthalten, die ich eher einem Thriller zuschreiben würde. Also nicht wirklich das Richtige für mein zartes Gemüt. Der Schreibstil der Autorin ist okay. Mehr aber leider auch nicht. Die Geschichte liest sich recht flüssig und an der einen oder anderen Stelle konnte sie mich auch fesseln. Das sind aber Punkte die ich generell von einem Buch erwarte.
Bei den Charakteren ist leider keiner dabei, den ich irgendwie ins Herz geschlossen habe. Auch bin ich mit keinem wirklich warm geworden, was dann leider das Mitfiebern und die Spannung nicht wirklich ankurbelten. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass gar keine Spannung aufkam. Aber sagen wir mal so, für mich hat ca. ¾ der Geschichte so vor sich hingedümpelt und das restliche Viertel war dann doch recht spannend.
Der größte Kritikpunkt für mich war einfach, dass in meinen Augen vieles nicht sehr stimmig bzw. logisch war. An manchen Stellen hatte man wirklich das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte kürzen musste, da man doch erwartet hat, dass bei bestimmten Szenen mehr passieren könnte. Auch werden in dem Buch einige Dinge erwähnt, bei denen der Leser erwartet, dass diese im Laufe der Geschichte noch mal auftauchen bzw. einen tieferen Sinn haben. Nur leider kommt dann nichts mehr. Bei ein, zwei Dingen gehe ich mal davon aus, dass sie im zweiten Band noch mal erwähnt werden, da sie in Verbindung mit Icherios selbst stehen. Bei anderen bleibt der Leser wohl mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf zurück.

Auch hatte ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten, alle Personen auseinanderzuhalten, da oft zwischen den Vor- und Nachnamen hin und her gewechselt wurde. Es gibt zwar ein Personenverzeichnis am Schluss des Buches, aber da würde ich empfehlen es erst zu verwenden, wenn klar ist wer Vampir und wer Werwolf ist. Aber keine Angst: Von dem Verlauf der Geschichte selbst verrät es nichts.

Fazit: Für mein sanftes Gemüt war das Buch leider nicht das Richtige. Aber für Fantasy-Fans, die es gerne etwas düster haben und nichts gegen eine gehörige Portion Krimi und ein wenig Historisches haben, wäre das Buch bestimmt etwas.

Bewertung:
 
(3 von 5 Sterne)

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