Sonntag, 17. Dezember 2017

[Werbung] Rezension: Anne Sanders - Mein Herz ist eine Insel

Konnte mein Herz leider nicht berühren


(Quelle: Amazon)
 
E-Book
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 384
ASIN: B01MYWPWC4
Preis: € 11,99
 
 
Zum Inhalt:
 
Islas Leben ist ein Scherbenhaufen: Ihr Freund hat sie verlassen, sie hat keinen Job und keine Wohnung mehr. Schweren Herzen reist sie dorthin zurück, wo sie eigentlich nie wieder hin wollte - auf die Insel Bailevar, ihre alte Heim. Dass sie nicht mit offenen Armen empfangen wird, ist Isla klar, denn sie ist bei ihrer letzten Abreise mit ihrem Vater nicht im Guten auseinander gegangen. Was sie jedoch überrascht, ist, dass Finn, ihre alte Jugendliebe, wieder auf der Insel ist. Und Shona, die gute Seele der Insel, hat schon einen Plan, wie sie die beiden wieder zusammen bekommt - ob sie wollen oder nicht.
 
 
Meine Meinung:
 
Das Cover sowie die Kurzbeschreibung zu dem Roman fand ich so ansprechend, dass ich gerne im Rahmen einer Kampagne des blanvalet Verlags dieses Buch lesen und rezensieren wollte.
Gerade das Cover lädt dazu ein, an einem schönen Sonnentag am Meer zu spazieren und die Seele baumeln zu lassen. Hier musste ich leider schon feststellen, dass der Inhalt des Buches für mich nicht mit dem Cover übereingestimmt hat, denn die Autorin hat eher von einer stürmischen und weniger angenehmen Insel vor der Küste Schottlands erzählt. Für mich hätten die Beschreibungen der Insel eher zu einem herbstlicher Cover gepasst, vielleicht mit einer Steilküste o.ä. Hier könnte es vielleicht dem einen oder anderen Leser so gehe wir mir.
Auch finde ich es schade, dass in der Kurzbeschreibung gewisse Ereignisse erwähnt werden, die im Roman selbst meiner Meinung nach viel zu kurz kommen. Gerade was das Thema "Geheimnisse" angeht, hätte man noch ein paar Seiten mehr in das Buch aufnehmen können. Für mich war alles ziemlich schnell abgehandelt, was wirklich schade war.
 
Kommen wir nun zum Inhalt des Buches. Leider habe ich mir mit dem Schreibstil der Autorin ein wenig schwer getan. Es kamen teilweise Formulierungen in dem Buch vor, die mich dazu veranlasst haben, den ganzen Satz noch mal zu lesen, um ihn zu verstehen. Teilweise lag es meiner Meinung nach auch an der Satzstellung, die ich persönlich eher ungewöhnlich fand. Irgendwann habe ich mich daran gewöhnt, so dass es mich nicht mehr ganz so gestört hat. Aber einen durchgehenden Lesefluss gab es für mich bei diesem Buch leider nicht, was wirklich schade ist.
 
Dann gab es da noch den Hauptcharakter Isla. Ich gehöre ja zu den Lesern, die jedem Charakter die Chance geben, im Laufe des Buches noch sympathisch zu werden. Isla hat es aber das ganze Buch über geschafft, dass ich sie absolut unsympathisch fand und sie mir teilweise auch ein wenig auf die Nerven ging. In meinen Augen ist sie absolut egoistisch, sieht nur sich und ihre Probleme und tritt dabei ohne Rücksicht auf Verlust auf den Gefühlen ihrer Mitmenschen rum. Und wenn dann mal einer nicht so reagiert, wie sie will, sind immer die anderen daran schuld. Für sie steht immer Isla an erster Stelle. So eine Einstellung geht für mich gar nicht. Ich habe immer gehofft, dass sie sich nochmal ändert, aber Pustekuchen. Selbst am Ende des Buches konnte mich die Autorin nicht davon überzeugen, dass der Fall eingetreten wäre.
Der sympathisches Charakter war für mich immer noch Finn, obwohl er teilweise auch ein wenig naiv rüber kam. Er war für mich einfach der typische männliche Roman-Charakter, den man in so einem Buch erwartet.
 
 
Mein Fazit:
 
Im Großen und Ganzen konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Es hinkte meinen Erwartungen hinterher, was wirklich schade ist.

 
 
Meine Bewertung:
(2 1/2 von 5 Sterne)
 
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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Rezension: Engelke und Thomas - Wir Kinder der Neunziger

In Erinnerungen schwelgen


(Quelle: Amazon)
 
broschiert:
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 208
ISBN:9783442177264
Preis: € 12,00
 
 
Zum Inhalt:
 
Die 90iger waren ein cooles Jahrzehnt und wir als Kinder und Jugendliche mittendrin. Dank diesem Buch können wir - gedanklich - wieder zurückreisen und uns der alten Zeit hingeben. Die meisten der 99 Dinge, die in diesem Buch erwähnt werden, werdet ihr bestimmt noch kennen. Sie werden euch zum Schmunzeln bringen, während ihr in Erinnerungen schwelgt.
 
 
Meine Meinung:
 
Ich hatte dieses Jahr bereits ein Buch zum Thema "Neunziger Jahre" gelesen, was mir nicht ganz so zugesagt hatte. Umso gespannter war ich, wie mir dieses Buch gefallen würde.
 
Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich schon nach den ersten paar Seiten direkt zurück in meine Kindheit versetzt wurde! Man musste nur den typischen 90iger-Jahre-Gegenstand bzw. das 90iger-Jahre-Kleidungsstück sehen, damit tausend Erinnerungen wieder in einem hoch kommen.
Schade finde ich es nur, dass in der Kurzbeschreibung und auch im Internet, schon so viel verraten wird, was im Buch vorkommt. Da nimmt man dem Leser ein wenig die Vorfreude und Überraschung. Ich werde nicht ins Detail gehen, welche 99 Dinge in dem Buch erwähnt werden. Wer es trotzdem wissen will, kann ja nachlesen. Allen anderen kann ich nur den Rat geben, so wenig wie möglich vorab über dieses Buch zu lesen. Einfach kaufen und in Erinnerungen schwelgen - so wie ich. Dass hatte dann den tollen Nebeneffekt, dass ich dann fast jedes Mal, als ich umgeblättert habe, entweder "Das hatte ich auch!" oder "Das kenn' ich noch!" zu meinem Mann gesagt habe. Allein deswegen wollte ich das Buch erst wieder aus der Hand legen, als ich komplett durch war.
 
Die Texte sind relativ kurz gehalten, was aber in Ordnung ist. Sie sind informativ, aber nicht wirklich hochtrabend. Es ist einfach alles enthalten, was man wissen sollte - wenn man es eh nicht schon weiß. Ich finde auch, dass man hier gar nicht so viele Worte verlieren sollte, weil fast jeder Gegenstand aufgrund unserer Erinnerungen seine eigene Geschichte erzählen kann und darauf kommt es an. Ich hätte gerne noch mehr in Erinnerungen geschwelgt, aber mit ein bisschen mehr als 200 Seiten war ziemlich schnell Schluss. Ich hätte mich wirklich gefreut, wenn das Buch ein paar Seiten mehr gehabt hätte. Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Autoren einen zweiten Band veröffentlichen, denn es gibt so viele Dinge aus den 90iger Jahren, die für mich noch gefehlt habe.
 
Diese Buch werde ich auf jeden Fall in Ehre behalten. Vor allem werde ich immer wieder mal darin blättern, um alte Erinnerungen wieder aus der Mottenkiste zu holen. Natürlich kann man mit diesem Buch der nächsten Generation auch mal zeigen, wie cool wir früher waren. Aber ob wir sie wirklich beindrucken können, mag ich zu bezweifeln :-)
 
Noch vielen Dank an den Goldmann Verlag und an Literaturtest, dass sie mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
 
Mein Fazit:
 
Kindheitserinnerungen pur! Wer gerne nochmal in seine Kindheit in den 90iger Jahren zurückversetzt werden möchte, sollte zu diesem Buch greifen.
 
Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)
 
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Samstag, 9. Dezember 2017

Rezension: Bühring u. Bächle-Helde - Heilkraft von Obst und Gemüse

Ein sehr informatives Nachschlagewerk


(Quelle: Amazon)

gebunden
Verlag: Verlag Eugen Ulmer
Seiten: 224
ISBN: 9783800108947
Preis: € 29,90 

 
Zum Inhalt:
 
Heilkraft von Obst und Gemüse? Ja, ihr lest richtig. Denn nicht nur die altbekannten Kräuter haben Heilkräfte, sondern auch unser Obst und Gemüse! In diesem Buch erfährt man, welche Inhaltsstoffe in welcher Obst- und Gemüsesorte enthalten sind, welche Wirkung sie haben und wir man sie am besten zubereiten.
 
 
Meine Meinung:
 
In den letzten paar Monaten versuche ich mich immer mehr gesund zu ernähren. Kaum mehr Fertigprodukte, viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch. Dass das nicht immer funktioniert, ist klar, aber ich gebe mein bestes. Gerade am Anfang ist man auch ein wenig überfordert: Was ist wirklich gesund? Wie sieht es mit Nahrungsergänzungsmittel aus? Es gibt so viele Berichte zu den unterschiedlichsten Themen, dass man da wirklich mal den Überblick verlieren kann. Da kam dieses Buch für mich genau richtig.
 
Wer von uns weiß eigentlich genau, welche Wirkstoffe in Gemüse oder Obst enthalten sind? Und welche Wirkung sie auf unseren Körper haben? Also ich war da absoluter Anfänger. Klar, Obst und Gemüse sind gesund, aber wieso, weshalb, warum wusste ich nicht. Dieses Buch hat mir da schon ein wenig die Augen geöffnet. Hier wird aufgezeigt, welche Wirkstoffe in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten enthalten und für welchen Bereich unseres Körpers sie gut sind oder gegen welche Krankheiten sie wirken. Neben den Inhaltsstoffen erfährt man auch die beste Zubereitungsform und als i-Tüpfelchen bekommt der Leser auch noch einfache Rezepte zum Ausprobieren. Hier möchte ich besonders hervorheben, dass es nicht nur einfach Rezepte für Gerichte oder Beilagen sind, sondern auch Rezepte für Kosmetik, z.B. Gesichtsmasken, oder für Hausmittel bei der einen der anderen Krankheit, wie z.B. ein Zwiebelpäckchen bei Ohrenschmerzen.
 
Natürlich enthält dieses Buch viele Informationen und Wissenswertes über die Inhaltsstoffe in Obst und Gemüse. Ich als Anfänger konnte mit den meisten Begriffen leider nichts anfangen. Da war ich natürlich dankbar, dass am Ende des Buches viele Begriffe erklärt werden. Man bekommt also nicht nur gute Rezepte und Tipps für eine gesunde Ernährung, sondern man erfährt auch, warum dieses Obst oder dieses Gemüse gesund ist.
 
Was ich noch gar nicht erwähnt habe und was in meinen Augen auch ein Pluspunkt dieses Buches ist, ist die Auswahl der Obst- und Gemüsesorten. Es handelt sich nämlich ausschließlich um regionales Obst und Gemüse!! Keine ausgefallene Sorten, die von weit her eingeflogen werden, sondern Produkte, die wir im heimischen Garten sogar selbst anbauen können. Und dass macht das ganze Thema für mich noch spannender. Ich kann also auf den Markt oder zum Bio-Bauern um die Ecke gehen, kaufe mir leckere Sachen, die mir und der Umwelt gut tun! Oder ich wandle meinen Garten einfach in einen Gemüsegarten um. Manchmal frage ich mich wirklich, warum man so einfache Dinge eigentlich nachlesen muss und nicht selbst darauf kommt. Aber anscheinend ist dieses Problem in unserer Gesellschaft weit verbreitet, denn auch dies wird im Buch angesprochen. In anderen Kulturen ist die Heilkraft von Obst und Gemüse viel bekannter und wird viel mehr genutzt, als das bei uns der Fall ist. Ich für meinen Teil, habe dank des Buches wirklich einiges zum Thema gesunde Ernährung und Heilkräfte von Obst und Gemüse gelernt und will versuchen, das Gelernte auch in der Zukunft in die Praxis umzusehen.
 
Noch vielen Dank an Lovelybooks und den Verlag Eugen Ulmer, dass sie mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.
 
 
Mein Fazit:
 
Ein wirklich interessantes Buch über ein noch interessanteres Thema. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der mehr über gesunde Ernährung erfahren möchte.
 
Meine Bewertung:
(4 von 5 Sterne)

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Mittwoch, 6. Dezember 2017

Lesestatistik November 2017



Der Dezember ist jetzt auch schon ein paar Tage alt und was fehlt? Klar, die Lesestatistik für den November. Diesmal waren es "nur" vier gelesene Bücher. Gerne hätte ich noch mindestens ein weiteres Buch im November beendet, aber aufgrund des bereits begonnen Weihnachtsstress Ende November war leider nicht mehr drin. Wenigstens konnte ich meinen SuB um ein Buch minimieren. Einen wirklichen SuB-Abbau wird es dieses Jahr definitiv nicht mehr geben - aber was soll's? Wenigstens ist mein SuB nicht explodiert. Somit gibt es wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis.
 
Kommen wir aber nun zu meinen gelesenen Büchern im November:
 
 
1.
Qualityland (helle Edition) von Marc-Uwe Kling (384 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Ich weiß, dass dieses Buch vielen von euch gefällt, aber mich konnte es leider nicht überzeugen. Ich fand das Buch irgendwie ziemlich chaotisch. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.
 
2.
Die Zeit ist ein Augenblick von Gabriele Henkel (240 S.)
Bewertung: 3 von 5 Sterne
Bei diesem Buch habe ich irgendwie erwartet, mehr über Gabriele Henkel privat zu erfahren. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Wie mir das Buch im Ganzen gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.
 
3.
Blutspur von Tanya Huff (365 S.)
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Auch im November gab es wieder ein Buch von Tanya Huff - diesmal der zweite Band der "Blood Ties"-Reihe. Der hat mir auf jeden Fall besser gefallen als der erste. Diesmal ging es um Werwölfe und hier war die Story bei weitem spannender als bei Band 1. Bei diesem Band hatte ich lediglich Schwierigkeiten, mir die ganzen Namen zu merken. Band 3 habe ich auch schon im November begonnen und bis jetzt ist er schon mal ganz gut.

4.
Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich von Michael E. Vieten (292 S.) [E-Book]
Bewertung: 3 1/2 von 5 Sterne
Im November gab es wieder ein Buch von Michael E. Vieten. Ich mag einfach den Schreibstil des Autors und auch bei diesem Buch hat er mich nicht enttäuscht. Mehr erfahrt ihr in meiner Rezension.
 
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Anzahl Bücher: 4
Gesamtseitenzahl: 1.281
Durchschnitt: gelesene Seiten pro Tag: 43 (Stand: 30.11.2017)

Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension: Nikolas Stoltz - DREAM ON - Tödliche Träume

Ein ziemlich guter Debütroman



(Quelle: Nikolas Stoltz)


E-Book
Verlag: FeuerWerke Verlag
Seiten: 345
ASIN: B076B38HGL
Preis: € 3,49
 
 
Zum Inhalt:
 
DREAM ON lässt keine Wünsche - oder besser gesagt keine Träume - unerfüllt. Dank einer revolutionären Technik können wir ab sofort unsere Träume selbst gestalten - ganz nach unserem Geschmack. Doch jede Medaille hat zwei Seiten, denn eine solche Technik kann in den falschen Händen zu einem Werkzeug mit tödlichen Folgen verwandelt werden. Nach dem ersten Todesfall in den Räumen von DREAM ON schaltet sich das FBI ein - doch auch der Mitarbeiter Nick Quentin ermittelt auf eigene Faust. Doch schon bald muss Nick feststellen, dass nichts ist wie es scheint und dass er niemanden vertrauen kann... 
 
 
Meine Meinung:
 
Bei diesem Buch handelt es sich - wie das Cover schon verrät - um eine Thriller. Dieses Genre gehört nun nicht so wirklich zu meinen Favoriten, trotzdem hat mir die Kurzbeschreibung das Buch so schmackhaft gemacht, dass ich es lesen wollte. Und was soll ich sagen? Ich bin wirklich begeistert. Selbst für mich als Thriller-Muffel war dieses Buch wirklich lesenswert. Ich finde die Idee und die Umsetzung sehr gelungen. Ich finde es beeindruckend, wie der Autor dieses Traumwelt erschaffen hat und diese auch so gut zu Papier bringen konnte, dass selbst Techniklaien - wie ich - sie verstanden haben. Man kann sich definitiv vorstellen, dass es irgendwann mal so eine Erfindung geben wird. Ein sehr guter Erzählstil, der den Leser direkt in die Geschichte katapultiert.
 
Die Story selbst ist in sich abgeschlossen, lässt aber noch viele Fragen offen, so dass man - auch dank des Hinweis am Ende des Buches - weiß, dass es eine Fortsetzung geben wird. Was ich auch gut finde, denn die Geschichte ist doch sehr komplex und die Auflösung aller Fragen in einem Buch hätte wahrscheinlich den Umfang des Buches gesprengt. So kann man sich schon mal auf den zweiten Band freuen.
Ich hoffe auch, dass man im zweiten Band mehr über den Hauptcharakter Nick erfährt. Man lernt ihn zwar kennen und erfährt auch ein wenig über sein Leben, insbesondere über seine Kindheit. Trotzdem bleibt er für mich noch ein wenig "blass". Ein paar mehr Infos wäre wirklich schön. Ganz anders geht es mir bei der FBI-Agentin Lena. Hier habe ich das Gefühl, dass ich als Leser näher an diesem Charakter dran bin als bei Nick. Die weiteren Charaktere in dem Buch werden meiner Meinung nach auch mehr oberflächlich beleuchtet und auch hier hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Aber das ist alles Geschmacksache.
 
Wie schon erwähnt kann der Autor bereits in seinem Debütroman mit einem ziemlich guten Schreibstil aufwarten. Man ist von der Story gefesselt und will auf jeden Fall wissen, wie es weiter geht. An ein, zwei Stellen zieht sich die Geschichte ein wenig, da wäre vielleicht weniger mehr gewesen, aber im Großen und Ganzen kann man hier wirklich von einem lesenswerten Thriller reden. Ich hoffe, ich muss nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten :-)
 
Noch vielen Dank an den Autor, dass er mir dieses Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Mein Fazit:
 
Gute Idee, gute Umsetzung - meiner Meinung nach ein gelungener Thriller. Ein Debüt-Roman, der definitiv lesenswert ist.
 
Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)
 

Donnerstag, 30. November 2017

[Aktion] Bücher-Challenge: Aufgaben Dezember



Der letzte Tag im November geht auch so langsam zu Ende und das heißt mal wieder, dass ein neuer Monat mit neuen Challenge-Aufgaben vor uns liegt. Leider schon der letzte Monat in 2017 und somit endet auch die Challenge. Habt ihr fleißig mitgelesen? Konntet ihr alle Aufgaben erfüllen? 

Im Oktober konnte ich leider nur eine Aufgabe erfüllen, und zwar eine aus dem Monat September. Jetzt ist noch die zweite Aufgabe aus September, eine Aufgabe aus Oktober und beide Aufgaben aus November offen. Ob ich die alle noch schaffe, mag ich zu bezweifeln, aber ich werde es versuchen.

Kommen wir also nun zu den letzten zwei Challenge-Aufgaben.


Aufgabe Nr. 1: Lese ein Buch, dessen Titel mit dem Buchstaben "F" beginnt!

Zu dieser Aufgabe hatte ich nur zwei Bücher zur Auswahl! Damit ich im Dezember so viele Bücher wie möglich lesen kann, habe ich mich ehrlicherweise für das dünnere Buch entschieden. Die Wahl fiel somit auf:

(Quelle: Amazon)
Fast ein bisschen Frühling von Alex Capus

Das Buch hört sich auf jeden Fall ziemlich spannend an. Mal schauen wie es mir so gefällt.


Aufgabe Nr. 2: Lese ein Buch, dessen Titel mit dem Buchstaben "T" beginnt!

Hier war die Auswahl schon bei weitem größer. Ich habe ich mich dann für einen meiner letzten Neuzugänge entschieden, weil dieses Buch mich am meisten interessiert. Die Rede ist von:

(Quelle: Amazon)
The Man in the high Castle von Philip K. Dick

Wieder mal eine Empfehlung von Denis Scheck. Ich finde die Idee, die hinter dem Buch steckt, ziemlich interessant. Mal schauen, wie der Autor alles umgesetzt hat.


Jetzt hoffe ich, dass ich noch viele Aufgaben dieses Jahr erfüllen kann, damit ich die Challenge erfolgreich abschließen kann. Drückt mir die Daumen!!
 
 
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Mittwoch, 22. November 2017

Rezension: Michael E. Vieten - Das Leben und Sterben des Jason Wunderlich

Ein Buch mit Tiefgang


(Quelle: Amazon)

E-Book
Verlag: TWENTYSIX
Seiten: 292
ASIN: B075WYVH1F
Preis: € 5,99


Zum Inhalt:

Jason Wunderlich, ein Mann mittleren Alters, will nicht mehr und begeht Selbstmord. Doch seine Reise in den Himmel verzögert sich ein wenig. Also hat Jason Zeit sein Leben noch mal vor seinem inneren Auge vorbeiziehen zu lassen - alle Hochs und Tiefs, alle positiven und vor allem alle negativen Erinnerungen...


Meine Meinung:

Bisher habe ich von dem Autor "nur" zwei Krimis gelesen, die mir sehr gut gefallen hatte. Doch dieses Buch beleuchtet ein ganz neues Thema - daher war ich auch gespannt, wie sich Michael E. Vieten in einem ganz anderen Genre schlägt.

Dieses Buch beschäftigt sich in meinen Augen mit einem sehr ernsten Thema: Selbstmord. Man lernt gleich zu Beginn des Buches Jason Wunderlich kennen, der gerade Selbstmord begangen hat. Doch seine Reise in den Himmel verzögert sich ein wenig, so dass er sein Leben Revue passieren lässt. Und diese Rückblicke zeigen einem, woran ein Mensch wirklich "kaputt" gehen kann. "Jeder bekommt nur so viel aufgeladen, wie er tragen kann" - diese Aussage stimmt bei Jason so gar nicht. Es fängt bei der Kindheit an und hält bis zu seinem Tod an. Und für vieles kann er nun wirklich nichts, muss aber Entscheidungen seiner Mitmenschen verkraften und damit leben - egal ob es Freundinnen oder Familienangehörige sind. So wird er immer mehr nach unten gezogen. Immer mehr passiert, was ihn daran zweifeln lässt, mal ein wirklich gutes und erfülltes Leben zu führen. Am Ende sagt Jason über sich selbst, dass er immer, wenn ihm etwas Gutes widerfahren ist, direkt schon damit gerechnet hat, dass danach etwas negatives passiert. Und genauso ging es mir im Laufe der Geschichte als Leser: Jedes Mal wenn Jason von einer positiven Erinnerung erzählt hat, bin ich davon ausgegangen, dass diese nicht lang anhalten wird. Ich glaube, diese Vielzahl an negativen Dingen können einen Menschen mürbe machen und ihn auch bis zum Selbstmord treiben. Und ganz besonders dann, wenn die meisten Ereignisse gar nicht durch einen Selbst versucht werden, sondern durch Außenstehende. Natürlich ist er an vielen Dingen nicht ganz unschuldig. Und vielleicht hat er im Leben mal die eine oder andere falsche Abzweigung genommen. Aber der große Anteil kam nicht direkt von ihm.

Ich würde diesem Buch jetzt niemanden empfehlen, der schwere Depressionen hat oder der schon mal mit dem Gedanken an einen Selbstmord gespielt hat. Dieses Buch ist meiner Meinung nach eher für die Mitmenschen gedacht, die vielleicht nicht ganz nachvollziehen können, wie man so etwas tun kann. Wenn man es genauer nimmt, ist dieses Buch für uns alle - mit Ausnahme der oben genannten - lesenswert, denn es zeigt auf, dass es Menschen gibt, die vielleicht viel größere Probleme haben als man selbst. Es zeigt meiner Meinung nach auch, dass man mehr auf den Umgang mit seinem Umfeld achten sollte und das man das eine oder andere Mal auch ein wenig an sich selbst arbeiten sollte.

Der Schreibstil von Michael E. Vieten hat mich wieder fesseln können. Bei den Rückblenden in Jasons Leben ging bei mir direkt das Kopfkino an. Auch konnte der Autor die Gefühle ziemlich gut rüberbringen, so dass ich am Ende des Buches doch sehr mitgenommen war. Dieses Buch regt wirklich zum Nachdenken an.   
 
Noch ein großes Dankeschön an den Autor, dass er mir das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.
 
 
Mein Fazit:

Ein guter Schreibstil und eine bewegende Geschichte - was will man mehr? Definitiv lesenswert.

Meine Bewertung:
(3 1/2 von 5 Sterne)
 
 
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